Gratisbus von ÖV-Nutzer
Mittelgrosse Busse in einem Rundkurs durch Zentren grösserer Städte fahren lassen. Die Busse sind gratis oder besser, sie kosten pauschal 1 Sfr. Sie haben vielleicht 15-20 Plätze. Ca. alle 10 Minuten sollte einer fahren. Der Rundkurs hat 3-5 km, ca. 20 Haltestellen. Dazu braucht man drei Busse. Die kann man leasen. Zudem sind nötig 6-9 Fahrer, 2 Mechaniker, Teilzeit-Putzequippe und eine kleine Abstellhalle. Allenfalls braucht man einen Ersatzbus. Kosten entstehen für Benzin und Ersatzteile. Die Busse könnten fast rund um die Uhr fahren. Vielleicht 3 Stunden Pause Wochentags während der Nacht. Als Haltestelle könnte man die städtischen öffentlichen Haltestellen gegen eine Abgabe oder so nutzen. Finanziert wird das ganze durch Werbung in und aussen an den Bussen. Ca. 15 attraktive Werbeflächen wären möglich. Über Bildschirme könnte man auch Filme abspielen über Lautsprecher Radiospots laufen lassen. Pro Tag würden mit Garantie zwischen 4000 und 5000 Personen die drei Busse nutzen, denn diese wären praktisch immer voll bei diesen Preisen. Pro Woche wären es 30'000 und im Jahr 1,5 Millionen Nutzer. Das würde sich lohnen, rechnet es ruhig mal aus.
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Bewertung: 5.3 4 Stimmen
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Hits: 87786 |
Kategorie: Verkehr |
In der Datenbank seit: 3. Juli 2007 |
Kommentare
Guido
( 2. August 2007)
Klasse Idee und leicht aufzuziehen. Wenn man die Fahrzeuge least, kann einem auch bei Misserfolg nicht viel verloren gehen
kritiker
(18. Dezember 2007)
gewerbsmässige personenbeförderung ist lizenzpflichtig. und ich glaube kaum, dass irgendeine stadt die eigenen verkehrsbetriebe torpediert.....schnapsidee!
Adrian
(21. Dezember 2007)
Man müsste die Stadt halt ein wenig unter Druck setzen. In vielen Städten rentieren die öffentlichen Verkehrsmittel zu Lasten des Steuerzahlers nicht.
kritiker
(22. Dezember 2007)
ja, weil der service-public hochgehalten und nicht an privatwirtschaftlichen kriterien ausgerichtet wird. kommt daher, dass die meisten städte rot-grün regiert sind. aber ich glaube kaum, dass sich auch irgendein bürgerlicher politiker dahinter stellen würde. das würde nämlich heissen, einschränkung des leistungsangebot, was natürlich sehr unpopulär ist und die abwahl garantieren würde.
Adrian
(23. Dezember 2007)
Das ganze Konzept widerspricht nicht den Vorgaben die der ÖV erfüllen muss. Keine Rede davon, dass der Service irgendwie eingeschränkt würde. Lediglich Steuergelder könnten nun auf Kosten der Privatwirtschaft, die Werben möchte, eingespart werden. Allenfalls könnte man es auch als Ergänzung zum ÖV sehen, zum Beispiel an den Wochenenden während der Nachtstunden. Da hätte man mit jungen Partygängern auch gleich eine klare Zielgruppe für die man Werbepartner suchen könnte. Die Bushaltestellen werden dann vom ÖV ja nicht benutzt.
Ihr Name
( 2. Mai 2008)
Könnte man die Idee vielleicht so weit weiterführen, dass es am Ende alles gratis gibt, beispielsweise auch Flugreisen, mit einer Fluggesellschaft, die nur durch Werbung finanziert ist? Wäre nicht so abwegig.
Adrian
( 2. Mai 2008)
Gratis fliegen? Hm, die anderen Gesellschaften könnten den Laden dicht machen. Ein Flugzeug würde durchaus genügend Werbemöglichkeiten bieten. Zudem hätte eine solche Gesellschaft extreme Publicity und wäre in aller Munde. Jeder würde damit fliegen wollen.
Mad
( 5. Mai 2008)
Private Busunternehmen, die von der öffentlichen Hand angeheuert werden, nutzen ihre Fahrzeuge bereits als Werbeflächen. Ist also nichts Neues.
Steff
(17. September 2008)
@mad. Das müsste dann ein bisschen diversifizierter sein, als die dämlichen Plakate, die hinten auf den Bussen kleben und verrussen. Zwei, drei Bildschirme im Innern. Werbeflächen innen wie aussen. Auflegeboxen für Flyer usw. Keine Zumutung für die Benutzer, aber doch ein bisschen mehr als das Gewohnte. Schliesslich ist das Angebot kostenlos.
Nachgerechnet ...
(28. Januar 2009)
Hallo,
Eine Betriebsstunde für einen Bus kostet ca. 100 Fr. Dein Konzept bringt also Kosten von 7200 Fr. täglich oder 2,6 Mio. Fr. im Jahr mit sich. Mindestens. Pro Tag würden garantiert nicht 4000 bis 5000 Personen den Bus benützen, diese Zahl ist utopisch und aus der Luft gegriffen. Bin da eher skeptisch, die Kosten werden gerne mal unterschätzt.



