Tiefer Stundenlohn von Manuela
In reicheren OECD-Ländern mit entsprechender Gesetzgebung günstigste Arbeiter in einem Komplettangebot Unternehmen zur Verfügung stellen. Beispielsweise könnte man Arbeiter aus Westafrika für einfache Jobs in der Landwirtschaft, in der Industrie oder im Bauwesen wöchentlich mit Charterfliegern nach Europa holen, ihnen Kost und Logis gewähren und sie übers Wochenende nach Hause fliegen. Die Arbeiter würden um die 3 Sfr. pro Stunde verdienen, ein zehnfaches ihres Lohnes zu Hause und würden natürlich vom Geld während ihrer Anwesenheit im westlichen Land gar nichts benötigen. Der temporäre Arbeitgeber zahlt dann an den Vermittler 8 Sfr. pro Stunde. Auch er zahlt nur einen Bruchteil dessen, was er sonst bezahlen müsste. Insgesamt wird die Situation sowohl für Arbeiter als auch Arbeitnehmer zu einer Win-Win-Siatuation. Der Vermittler könnte bei 8 Sfr. Stundenlohn, 100 vermittelten Arbeitern und einer 45 Stundenwoche pro Woche immerhin 22500 Sfr. verdienen, müsste damit aber den Transport ins und aus dem Heimatland, Nahrung und Unterkunft der Arbeiter garantieren. Schlussendlich würden wohl zwischen 5000 und 10'000 Sfr. pro 100 Vermittelte und Woche übrigbleiben. Als zusätzlichen Service könnte man die Temporärarbeiter abends während einer Stunde in bestimmten Bereichen schulen, so dass sie auch später von ihrem Engagement profitieren könnten. Geht man davon aus, dass etwa 8000 Sfr. pro Woche für den Hin- und Rückflug von 100 Arbeitern von Westafrika nach Europa zur Verfügung stehen, dann müsste man, weil das relativ wenig Geld ist, mit einer Fluggesellschaft einen Jahresdeal schliessen. Die Fluggesellschaft wäre sicherlich froh darum, dass ihre Flüge nach Westafrika, die zumeist relativ schlecht ausgelastet sind, jede Woche von 100 weiteren Menschen frequentiert werden. Damit es keine Ausbeutung im Dubai-Stil wird, müsste man den Arbeitern umfassenden gesundheitlichen und gesetzlichen Schutz gewähren. Zudem wären abends Freizeit- und Weiterbildungsmöglichkeiten von Nöten. Schlussendlich könnte man so bei uns sogar Arbeitsplätze generieren, wenn man nämlich Industriebetriebe, die günstige Arbeitskräften im unteren Bereich benötigen, dazu animieren könnte, sich bei uns anzusiedeln und unsere Infrastruktur zu nutzen und ihre Verwaltung mit unseren Arbeitskräften auszustatten.
|
Bewertung: 7 4 Stimmen
|
Hits: 9179 |
Kategorie: Sonstiges |
In der Datenbank seit: 11. Mai 2009 |
Kommentare
Keine Kommentare vorhanden.



